Numfred Blog
Du lernst eine Fremdsprache und kommst eigentlich gut zurecht – bis jemand eine Zahl sagt. Plötzlich ist alles weg. Stell dir vor: Du sitzt im Café in Barcelona, der Kellner nennt den Preis auf Spanisch – war das jetzt „siete" (7) oder „diecisiete" (17) Euro? Du kramst in deinem Portemonnaie und legst einfach einen Zwanziger hin, weil du nicht nachfragen willst.
Oder im Büro: Dein englischsprachiger Kollege sagt im Meeting „We need this in fifteen days" – und du bist dir nicht sicher, ob er „fifteen" oder „fifty" gesagt hat. Das ist ein ziemlicher Unterschied bei einer Deadline. Du traust dich nicht nachzufragen und machst dir später eine Notiz, es irgendwie herauszufinden.
Das Problem ist nicht, dass du die Zahlen nicht kennst. Du kannst sie in der Fremdsprache lesen, du kannst sie schreiben, du könntest sie aufsagen. Aber sobald jemand sie ausspricht – in normalem Tempo, mit einem Akzent, in einem Nebensatz – ist plötzlich alles weg. Und das ist frustrierend, weil Zahlen überall sind: beim Einkaufen, am Telefon, bei Terminen, in Meetings.
Die gute Nachricht: Das lässt sich trainieren. Und zwar ziemlich schnell.
Beim Lesen ist eine Zahl eindeutig: 40 steht da, und du weißt sofort, was gemeint ist. Beim Hören ist es anders. Da musst du in Bruchteilen von Sekunden entscheiden, ob es jetzt „vierzehn" oder „vierzig" war. Und das alles, während der Satz schon weitergeht.
Was das Ganze noch schwieriger macht: Zahlen klingen sich oft extrem ähnlich. Im Englischen sind „thirteen" und „thirty" nur durch einen winzigen Unterschied in der Betonung zu trennen. Im Französischen musst du bei Zahlen wie „quatre-vingt-dix-sept" (97) erstmal im Kopf rechnen, bevor du weißt, was gemeint ist. Und wenn du dann noch am Telefon bist, ohne die Mimik des Gegenübers zu sehen, wird's richtig knifflig.
Dazu kommt: Bei normalen Wörtern kannst du aus dem Kontext schließen, was gemeint ist. Wenn jemand „Res...rant" sagt, weißt du: Restaurant. Bei Zahlen gibt es keinen Kontext. Vierzehn ist vierzehn, und vierzig ist vierzig – und wenn du's nicht verstehst, musst du raten.
Bevor wir zu den konkreten Übungen kommen, lass uns kurz anschauen, wo die größten Probleme liegen. Wenn du diese Fallen kennst, kannst du gezielt daran arbeiten.
Okay, jetzt wird's konkret. Du brauchst keine Stunden pro Tag – schon 10 Minuten bringen dich weiter. Hier sind die wichtigsten Übungsbereiche, die aufeinander aufbauen. Du kannst sie in deinem eigenen Tempo durchgehen.
Fang mit den kleinen Zahlen an. Lass dir Zahlen zwischen 0 und 20 vorlesen – oder nutze eine App dafür – und versuche, sie direkt einzutippen oder aufzuschreiben. Die ersten 5 Minuten: einfach reinhören und Gefühl bekommen.
Dann konzentriere dich auf die Zahlenpaare, die dir schwerfallen. Bei den meisten sind das die Zahlen zwischen 13 und 19 gegen ihre großen Geschwister: 13 oder 30? 14 oder 40? Übe genau diese Paare, bis dein Gehirn sie sicher auseinanderhalten kann. Das ist das Fundament für alles Weitere.
Jetzt kommen die größeren Zahlen dazu. Übe erst mal nur die runden Zehner: 10, 20, 30, 40 und so weiter. Die sind das Gerüst für alles Weitere. Dann: Zufällige Zahlen zwischen 0 und 99. Wichtig: Nicht der Reihe nach! Dein Gehirn soll lernen, jede Zahl spontan zu erkennen.
Jetzt wird's praktisch. Überlege dir, in welchem Zahlenbereich du im Alltag am meisten unterwegs bist. Im Café oder Supermarkt sind es vielleicht Beträge zwischen 1 und 29 Euro. Wenn du öfter Hotels buchst oder Flugtickets kaufst, sind es eher Zahlen zwischen 1 und 999.
Übe gezielt mit genau diesem Bereich. Dein Gehirn lernt am besten, wenn es merkt: Das hier ist relevant für mich. Du kannst dir die Zahlen auch in ganzen Sätzen vorstellen: „Das kostet ___ Euro" oder „Der Preis ist ___ Dollar".
Uhrzeiten sind tückisch, weil sie oft in ganzen Sätzen vorkommen und man nicht nachfragen kann, ohne den Anschluss zu verpassen. Übe mit verschiedenen Uhrzeiten: 7:10, 8:45, 19:30 und so weiter.
Dann geh einen Schritt weiter: Sag dir die Uhrzeiten in ganzen Sätzen vor, so wie sie im echten Leben vorkommen: „Der Zug fährt um ___", „Wir treffen uns um ___". Das hilft deinem Gehirn, die Zahlen im Kontext zu verankern.
Lange Zahlen sind die Königsdisziplin. Eine Telefonnummer mit 10 oder 11 Ziffern zu verstehen, ist verdammt schwer, wenn du sie Ziffer für Ziffer hörst. Der Trick: Teile sie in kleinere Blöcke auf.
Übe Zahlenketten in 2er-Blöcken: die Telefonnummer 030 1234567 wird zu „null-drei, null, eins-zwei, drei-vier, fünf-sechs, sieben". Dann probier auch mal 3er-Blöcke: „null-drei-null, eins-zwei-drei, vier-fünf-sechs, sieben". So machen es auch Muttersprachler, und plötzlich wird aus einer endlosen Ziffernfolge etwas Handhabbares.
Wenn du dich bei langsamem Tempo sicher fühlst, steigere das Tempo. Aber nur ein bisschen! Wenn deine Trefferquote plötzlich in den Keller geht, warst du zu schnell. Das ist kein Wettkampf, sondern Training. Finde das Tempo, das dich fordert, aber nicht überfordert.
Und dann: Übe mit allem durcheinander. Preise, Uhrzeiten, kurze Zahlenketten – gemischt. Dein Gehirn soll lernen, flexibel zwischen verschiedenen Kontexten zu wechseln. Das ist am nächsten dran am echten Leben.
Wenn du mal nur 2-3 Minuten Zeit hast, hier sind drei Übungen, die trotzdem etwas bringen:
Die Übungen oben funktionieren – aber du brauchst natürlich auch eine Möglichkeit, die Zahlen zu hören. Du könntest YouTube-Videos mit Zahlenübungen suchen, oder dir jemanden schnappen, der dir Zahlen vorliest. Aber ehrlich gesagt ist das alles ziemlich umständlich.
Genau deshalb gibt es Numfred. Das ist eine App, die genau eine Sache macht: Dir Zahlen vorlesen, und du gibst sie ein. Klingt simpel, ist es auch. Aber genau das ist der Punkt. Du öffnest die App und los geht's. Keine Vorbereitung, kein Rumsuchen nach geeignetem Material.
Mit Numfred trainierst du:
Keine Registrierung, kein Abo! Numfred Basic bietet kostenlose Basiszahlenbereiche in 13 Sprachen. Für mehr Funktionen gibt es Numfred Premium.
Mehr Artikel & Tipps rund um das Thema, Zahlen in Fremdsprachen lernen, findest du in unserem Blog.
Zahlen sind überall. Beim Einkaufen, am Telefon, im Job, auf Reisen. Wenn du sie nicht verstehst, fühlst du dich unsicher – selbst wenn du die Sprache eigentlich gut kannst. Die gute Nachricht: Zahlen lassen sich trainieren, und zwar ziemlich schnell.
Fang einfach an. Ein paar Minuten am Tag reichen und du wirst schnell merken, was das für ein riesigen Unterschied im Alltag macht.